Wie alles anfing…

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Nachdem ich in 2018 mal auf einer AfricaTwin eines Freundes durch den Taunus gekurvt bin reifte (naheliegenderweise) die Idee, selbst so ein Motorrad zu kaufen und mal eine Tour zu fahren. Anfang 2019 stand sie dann da und eine Tour war auch geplant: Zwei Freunde machten sich auf den Weg, in drei Monaten die Seidenstraße hin und zurück zu fahren, ich wollte sie bis Istanbul begleiten und dann allein wieder zurück. 4 Wochen waren geplant. Und dann, ein Tag vor dem Aufsatteln der Maschinen auf den Hänger (Start war in Hamburg) hat sich auf der Autobahn bei 120 km/h eine Unterlegscheibe, die sich zwischen Schlauch und Reifen verirrt hatte, quergestellt und den Reifen aufgeschlitzt. Die AfricaTwin hat mich mit einem gepflegten „Highsider“ abgeworfen, und ich bin in der Notaufnahme wieder wach geworden. Zwei Tage Intensivstation, zwei Operationen, zwei Wochen Krankenbett, und danach ca. 80 Stunden Krankengymnastik. Diese Tour war offensichtlich geplatzt.

Mit viel Energie und einem konkreten Ziel (den Chefarzt zu widerlegen, der sagte „diese Saison können Sie vergessen“) habe ich es dann bis September geschafft: Auf einer längeren Tour durch die Vogesen habe ich den Chefarzt Lügen gestraft:

Aber das war ja nur der Anfang. Im Winter 2019/2020 juckte die rechte Gas-Hand, wohin als nächstes? „April kannste in Europa vergessen, nur Sch…Wetter“ sagte ein Freund, der schon einen Ausweg hatte: „Komm im März mit nach Marokko. Bestes Wetter, und sowieso geil“.

Nun, Marokko kannte ich von den Rallyes mit dem Toyota, landschaftlich tatsächlich geil. Und im Rahmen einer geführten Tour mit einem guten Freund als Tourguide, gibt es eine bessere Gelegenheit?

So hat es also angefangen.

Was dann kam, steht in den Geschichtsbüchern von morgen: Corona. Drei Tage vor Abfahrt sind überall die Schranken runter gegangen. Zum Glück, denn ansonsten wären wir aus Marokko nicht wieder rausgekommen. Die Tour wurde auf November 2020 verschoben. Nächster Versuch.

In der Zwischenzeit habe ich aber umgerüstet: Die vielen Hinweise, dass die AfricaTwin doch ein bisschen schwer ist (und ich habe sie bislang drei mal aufgehoben und konnte diese Hinweise bestätigen) und eine Probefahrt auf einer KTM 690 Enduro haben mich überzeugt. 70 Kilo weniger ist schon ein Argument.

So bin ich also dabei, mit der 690 Freundschaft zu schließen.

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