Das Moped(1)

Das war der erste Ansatz: Eine Africa Twin.

So eine V2-Maschine hatte die Welt bis dahin noch nicht gesehen. Schon rein optisch flößte dieser Siegertyp mit seinem riesigen 59-Liter-Tank und der integrierten Frontverkleidung auf Anhieb Respekt ein. Mit dieser Maschine war das erste Kapitel einer langen Erfolgsgeschichte geschrieben. Dieses Urmodel „NXR“ gewinnt 1986, 1987, 1988 und 1989 die Paris-Dakar und geht als „Queen of Africa“ in die Rallye-Geschichte ein.

Aufgrund der Erfolge bei der Dakar brachte Honda 1988 den Straßenableger des Erfolgsmodells heraus: die Africa Twin. Die XRV 650 (RD03) hatte in dem wassergekühlten V2 Motor 50 PS.

Legendär wurde die Africa Twin nicht nur, weil sie höchst angenehm zu fahren, sondern weil sie quasi unzerstörbar war, wenn man sich nur ein wenig um sie kümmerte. Und damit sprechen wir von tanken, Öl nachfüllen und Kette schmieren. Es gibt Fahrer, die behaupten, dass diese Honda aus reiner Gewohnheit sogar ohne Sprit angesprungen und gefahren ist…(Mein Freund Uwe gehört nicht dazu, er musste eingestehen, dass der Benzinhahn schon geöffnet sein muss, ehe der Motor erwacht). 

1990 bringt Honda mit der XRV 750 mehr Hubraum, mehr Leistung und mehr Drehmoment in die Africa Twin (RD04).

Honda bleibt weiterhin bei der Kette als Antrieb, während BMW bis heute bei der GS dem Kardan treu blieb. Einigen Africa Twin Fans ist die RD04 die „Ur“-Africa Twin, auch wegen des klassischen dreifarbigen Designs.

1994 brachte Honda nach einer gründlichen Renovierung die RD07 heraus:

Der Rahmen wurde komplett neu gebaut, vieles anders, aber auch einfacher. So ist die RD07 ist in vielen Fällen durchdachter, wartungsfreundlicher und moderner geworden, die Verkleidung wurde größer und bot besseren Windschutz. Die Farben waren ab sofort mit dem bekannten bunten Flammendesign gehalten, weswegen sie von den RD04-Fahrern auch oft „Papageien-Twin“ genannt wird. Der Luftfilter wanderte nach oben an den Steuerkopf, was sich bei Wasserdurchfahrten und bei Staub (Wüste) sehr positiv bemerkbar macht (bzw. machen soll…)

Und hier nun meine RD07:

Etwas älteres Bild mit der „goldenen“ Felge.

Ein paar (nachweislich) hilfreiche Ergänzungen:

  • Der Motorschutzbügel. Der wirklich was aushält:

So sieht der Motorschützbügel aus, wenn das Motorrad bei 120 km/h auf der Autobahn hinfällt (und es dann eine Woche im Regen beim Abschleppdienst gestanden hat). Wurde wieder gerade gebogen, bisschen Auspufflack drüber, und schon sieht man nicht mehr viel.

  • Das Navi:

Der Nachfolger meines heißgeliebten Garmin GPSMap 276c (das ich bei den Rallyes im Toyota dabei hatte), und wirklich wirklich gut ist. In der robusten Touratech-Halterung.